August 14 Ausbildungsbeginn 20 Jährige Arbeitsmaterial

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von wevell.

  • guten Morgen allerseits,


    im April ist meine Tochter Ganztagsfachschule gegangen, weil sie sich für eine andere Ausbildung entschied.Nach mehreren Probearbeiten hat sie einen Ausbildungsplatz im Friseurhandwerk zum 01. August 2014 erhalten..Diese Ausbildung benötigt sie für den späteren Wunschberuf...viele Wege führen nach Rom....


    Das Problem welches besteht, dass im Friseurhandwerk das Arbeitsmaterial selbst gezahlt werden muss. Kein Scherz, habe ich von vielen Friseuren bereits erfahren. Bedeutet, sie erhielt ein sogenanntes Starterpaket, Scheren, Rasiermessen etc. Kostenpunkt über 200,--Euro. Und was noch hinzukommt, vorgeschriebene Arbeitskleidung. Alles in schwarz ohne jeglichen Schnickschnack....Ergo, das besaß meine Tochter nicht.....musste sie sich kaufen. Nur diese Sachen würde sie so privat nicht tragen....Also rein speziell nur für den Friseurladen.


    Im Februar/März erhielt meine Tochter eine Aufforderung eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben....zu diesem Zeitpunkt war sie noch auf der Ganztagsschule. .und das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] erhielt von mir die freundliche Ablehnung mit der Begründung, dass meine Tochter die Schule verlassen und zum 01.08. einen Ausbildungsvertrag unterschrieben hätte. Somit fiel auch das Kindergeld weg, was dem [lexicon]Jobcenter[/lexicon] auch mitgeteilt wurde und ein entsprechender Änderungsbescheid kam. Jedoch ein Duplikat des Arbeitsvertrages erhielt meine Tochter nicht, weil diese der Arbeitgeber erstmal an 2 Stellen, wohl zur Überprüfung senden muss, wie z.B. Handwerk und Industriekammer. Somit konnte kein Vertrag dem Jobsender gesendet werden, jedoch eine schriftliche Bescheinigung vom Arbeitgeber. Ca. 26. August erhielt meine Tochter erst von ihrem Arbeitgeber den Vertrag. In der Zwischenzeit erhielt ich vom [lexicon]Jobcenter[/lexicon] die Aufforderung Nachweise Arbeitgebervertrag, Ausbildungsvergütung sowie Kontoauszug zuzusenden......Ging aber alles erst Ende des Monats, sobald ihr Arbeitgeber entsprechende Nachweise ihr übergab. Also rechtzeitig hatte das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] die Infos....
    Anfang September erhielt ich vom [lexicon]Jobcenter[/lexicon] eine Anhörung über zu viel gezahlte Leistungen, da meine Tochter ja die Ausbildung begonnen hatte und dementsprechende Einnahmen hatte.


    Die Rückforderung besteht für August und September 2014. Für August ist in Ordnung, jedoch für September 2014 nicht, da die Ausbildungsvergütung erst Ende des Monats erscheint.....
    Eigentlich ging ich wie immer davon aus, dass wir einen Änderungsbescheid erhalten. Jedoch erhielten wir statt dessen eine Anhörung über zu viel gezahlte Leistungen von insgesamt ca. 700,-- Euro. Aufgeführt waren die Summen für August 349,-- Euro sowie für September 2014. Wie das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] auf die Summe von 349 Euro kam, konnte ich nicht errechnen. Zur Aufklärung schrieb ich das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] an. Da ich bei den Bewilligungsbescheiden nicht durchblicke, bat ich entweder um einen Termin zur persönlichen Besprechung und oder sie möge mir einen aussagekräftigen Änderungsbescheid zu kommen lassen. Gleichzeitig teilte ich dem [lexicon]Jobcenter[/lexicon] auch mit, welche zusätzlichen Kosten auf meine Tochter zukommen, wie die Rechnung vom Arbeitgeber (Arbeitsmaterial) plus Anschaffung Arbeitskleidung. Beides ist nicht im [lexicon]Regelsatz[/lexicon] enthalten und muss von der Ausbildungsvergütung gezahlt werden. Weiterhin schrieb ich, dass nicht die komplette Ausbildungsvergütung angerechnet wird und fragte an wie hoch der Freibetrag ist, handelt es sich um 100,-- und oder 160,--.


    Den Änderungsbescheid vom datiert vom 25.09.14 erhielt ich am 27.09.14
    Aufhebungs- und Erstattungsbescheid vom 25.09.14 erhielt ich am 30.09.14
    Mit Schreiben datiert vom 26.09.14 erheilt ich Antwort auf meine Fragen zu Kosten von Arbeitsmaterial plus Arbeitskleidung, wie folgt:


    Arbeitsmaterial sollte grundsätzlich der Arbeitgeber zur Verfügung stellen, hierzu gibt es gem § 11 [lexicon]SGB[/lexicon] II keine Handhabung. Bezüglich der geforderten Arbeitskleidung schreibt das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] wären in den Freibeträgen in Höhe von 161,20 Euro berücksichtig.


    Was soll denn meine Tochter jetzt machen? Jeden Friseur den ich befragte, sagte mir dasselbe. Ja im Friseurhandwerk muss der Arbeitnehmer das Handwerk, wie Scheren, Rasiermesser usw. selbst bezahlen. Auch alle anderen in dem Friseurbetrieb meiner Tochter mussten das privat zahlen.


    Ist in den Freibeträgen, so wie das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] es mitteilte, 161,20 für Arbeitskleidung berücksichtig? Sie erhält doch nur einen Freibetrag von 100,-- Euro. Wieso schreibt das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] etwas von 161,20? Mit dieser Summe, wenn es so wäre, wäre auch das Arbeitsmaterial nicht bezahlt. Die Rechnung beläuft auf über 200,-- Euro.


    Kann mir jemand mal helfen bei dem Änderungsbescheid, den ich dann scanne und hochladen würde?


    Mit selbst wurden jetzt anstatt 391,-- Euro nur 357,11 Euro überwiesen. Die Differenz von 33,89 Euro wird aufgeführt unter abzüglich noch nicht verteiltes Einkommen????


    Ich verstehe nur noch Bahnhof....wäre schön, wenn ihr mich auf den richtigen Weg bringen könntes?I


    Lieben Gruß Libelle :(

  • Hallo,


    sobald deine Tochter in Ausbildung ist, hat sie keinen Anspruch auf [lexicon]ALG II[/lexicon]. Die Rückforderung ist also berechtigt.


    Das Einkommen der Tochter ( Ausbildungsvergütung, BAB, Kindergeld etc. ) wird allerdings als Einkommen der [lexicon]BG[/lexicon] gerechnet.


    Du solltest mit den Bescheiden zu einer Erwerbsloseninitiative gehen und diese überprüfen lassen.


    wevell

    Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen.