Das Jobcenter findet's zumutbar: 56-Jährige soll Wege pflastern

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Coolio.

  • Zitat

    Als die Neubrandenburgerin den ihr zu schweren Job nach einem Tag hinschmeißt, wird ihr das Arbeitslosengeld gekürzt.


    „Die Finger waren ganz kaputt, die Knie und das Kreuz schmerzten, ich kam bald nicht mehr hoch. Diesen Job packe ich nicht.“ Barbara König ist immer noch aufgebracht, wenn sie an die Arbeit denkt, die ihr der „Vier-Tore-Job-Service“ Neubrandenburg vermittelte. Beim Einstellungsgespräch in der Blankenhofer Sanitär- und Heizungsinstallationsfirma habe man ihr gesagt, dass Garten- und Reinigungsarbeiten zu erledigen seien. „Und nun sollte ich pflastern, nicht mal Handschuhe und Knieschutz gab es“, schimpft sie.
    ...
    Das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] sieht den Fall anders. Natürlich habe man genau geprüft, ob Barbara König die ihr zugedachte Arbeit bewältigen könne. Und Arbeitshandschuhe seien übrigens vorhanden gewesen, habe der Arbeitgeber versichert.


    [quelle]56-Jährige soll Wege pflastern[/quelle]

  • Mich interessiert noch:
    Wurde ihre gesundheitliche Eignung vorher schon mal untersucht und mit welchem Ergebnis?
    Wie lang ist das her?
    Und last but not least:
    Was hat die Frau an Lohn bekommen sollen?
    .

  • Mich würde interessieren wieso eine Heizungs- und Sanitärfirma solche Arbeiten anbieten kann während einem Gartenbaufachbetrieb, der Pflasterarbeiten durchführt, ein Strafverfahren angehangen wird. Oder dürfen das nur Firmen machen, die von [lexicon]JC[/lexicon] und der [lexicon]BA[/lexicon] oder von deren Amigos subventioniert werden?

  • Hi,


    siehe Fairina; Anfrage u.a. bei Handwerkskammer wäre zu prüfen.


    (Auch) unabhängig von der "fachlichen" Qualität der (arbeitslosen) Mitarbeiterin;


    Damit so etwas "auf dem Papier legal" wird, MUSS der Betrieb(fest) einen entsprechenden
    Meister haben. Ein MEISTER aus dem Sanitärbereich reicht für Pflasterarbeiten also
    NICHT.


    Ebenso reicht natürlich NICHT ein entsprechender Meister, welcher Hilfsmäßig als
    Eurojobber tätig ist.


    Wie gesagt, Handwerkskammer wäre zu bedenken.


    Gruss

  • Ich weiss das Kannix. Daher auch meine provokante Frage. Denn genau bei den Amigos udn den ganzen gGmbHs gibt es das nicht oder nur vereinzelt. doch da muss angesetzt werden um diese Unsitte ab zu schaffen. Das wissen aber auch die HWKs, sie müßten nur mehr tätig werden. Auch schon von sich aus.

  • das verhalten und die argumentation vom [lexicon]Jobcenter[/lexicon] oder [lexicon]ArGe[/lexicon] ist ja total lächerlich.
    pflastern ist ein eigenständiger beruf und fällt unter das bauhauptgewerbe.
    für das bauhauptgewerbe gibt es seit jahren einen mindestlohn die von jeder baufirma die arbeiten des bauhauptgewerbes ausführt gesetzlich zu zahlen ist.
    im den neuen bundesländern sind es zur zeit ca. 10,50€ und in den alten etwa 1,50€ mehr.
    ich betone nochmals mindestlohn .
    das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] oder [lexicon]ArGe[/lexicon] wird mit der sanktion gewaltig auf die schn.....e fallen.

  • Ne Jessy, das fällt unter Schwarzarbeit, es sei denn, die zuständige Firma hätte etsprechende Sonderregelungen mit der HWK. Und eine Sanitär- und Heizungsfirma hat diese Dinge nicht. Es mag Ausnahmen geben, doch wären diese zu überprüfen.

  • DAs ist hier ja eigentlich gar nicht die Frage ... DAs könnt eman zusätzlich in die Argumentation aufnehmen...


    Viel wichtiger scheint mir zu sein: wie kann für jemanden in dem Alter so eine Tätigkeit zumutbar sein? Schon aus körperlichen Gründen. Die fehlende Arbeitsschutzausstattung kommt auch noch dazu. Es ist ja nur jeder "zumutbare" Job anzunehmen - und der ist meines Erachtens schon auf Grund des Alters und damit einhergehender körperliocher Einschränkungen für die Frau nicht zumutbar!