Ratgeber: Was bei U25 zu beachten ist

  • Als erstes sei zu erwähnen, dass bei U25 strenger sanktioniert wird und zwar sofort 100 % des Regelsatzes bei "Pflichtverletzung". Daher ist Vorsicht geboten, wenn die Sachbearbeiter von jungen Leuten etwas wollen und diese das aber nicht machen wollen wie die Xte Sinnlosmaßnahme, Bewerbungstraining, Psychologendienst etc.


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_261534/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Allgemein/Alg-II-Unter-25.html">http://www.arbeitsagentur.de/nn_261534/ ... er-25.html</a><!-- m -->


    1. Wo finde ich meinen persönlichen Ansprechpartner?


    Die [lexicon]Grundsicherung[/lexicon] für Arbeitsuchende wird von den Kommunen und der [lexicon]Bundesagentur für Arbeit[/lexicon] gemeinsam erbracht. In den meisten Gemeinden bilden beide Partner ein [lexicon]Jobcenter[/lexicon], das für Sie zuständig ist. In einigen Landkreisen und kreisfreien Städten sind dagegen die Kommunen alleine zuständig. Wer genau für Sie zuständig ist, erfahren Sie im Ortsverzeichnis (siehe Partner vor Ort):
    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_29892/Navigation/Dienststellen/Dienststellen-Nav.html">http://www.arbeitsagentur.de/nn_29892/N ... n-Nav.html</a><!-- m -->


    2. Bekomme ich Geld, wenn ich noch bei meinen Eltern wohne?


    Sie können [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] erhalten, wenn Sie über 15 Jahre alt sind. Mit Vollendung des 25. Lebensjahres bilden Sie eine eigene Bedarfsgemeinschaft; vorausgesetzt Sie sind erwerbsfähig, hilfebedürftig und haben Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland. Bis dahin erhalten Sie als Mitglied der [lexicon]Bedarfsgemeinschaft[/lexicon] Ihrer Eltern [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] oder wenn Sie nicht erwerbsfähig sind Sozialgeld.


    3. Was passiert, wenn ich während der Ausbildung oder Schulzeit bei meinen Eltern ausziehe?


    Unter 25-Jährige, die bei den Eltern ausziehen wollen, bekommen die Kosten für Unterkunft und Heizung nur dann ersetzt, wenn das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] (der kommunale Träger) dem Auszug zugestimmt hat. Es muss zugestimmt werden, wenn


    - die Betroffenen aus „schwerwiegenden sozialen Gründen“ nicht bei den Eltern wohnen können,
    - der Umzug zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt nötig ist oder
    - ein sonstiger schwerwiegender Grund vorliegt.


    Kein [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] bekommen Sie, wenn Sie Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe beziehungsweise Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben. Bis zum Abschluss der Erstausbildung besteht im Übrigen ein Unterhaltsanspruch gegenüber Ihren Eltern, der ebenfalls vorrangig gegenüber dem [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] ist.


    Anmerkung: 
    Es ist also nicht so leicht, als U25 aus dem Elternhaus auszuziehen.
    Bitte genau vorher erkundigen, was als schwerwiegender Grund anerkannt wird.
    Am besten auch von den Eltern eine Bestätigung einreichen, dass sie ihr Kind loswerden wollen. (Es aus der Wohnung werfen.)


    Oftmals wird von U25, die bereits eine eigene Wohnung haben, verlangt, dass sie wieder zu den Eltern ziehen. Gegen so etwas muss vorgegangen werden!!!


    WICHTIG => 4. Wird mir mein Geld gestrichen, wenn ich eine Arbeit ablehne?


    Für Hilfebedürftige unter 25 Jahren hat der Gesetzgeber strengere Folgen bei Pflichtverletzungen (wie zum Beispiel der Ablehnung einer zumutbaren Arbeit) vorgesehen. Einzige Ausnahme sind Meldeversäumnisse, wenn Sie zum Beispiel einen Termin bei dem [lexicon]Jobcenter[/lexicon] oder der Agentur für Arbeit versäumen.
    In allen anderen Fällen erhalten Sie nach der ersten Pflichtverletzung drei Monate lang nur die Kosten für Unterkunft und Heizung, die jedoch direkt an Ihren Vermieter ausgezahlt werden. Bei einer wiederholten Pflichtverletzung innerhalb eines Jahres seit Beginn der letzten Minderung entfallen auch die Kosten für Unterkunft und Heizung, Sie erhalten also für die Dauer von drei Monaten kein [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon]. Sie können aber ergänzende Sach- oder geldwerte Leistungen wie beispielsweise Lebensmittelgutscheine erhalten. In Einzelfällen kann die Zeitspanne, in der Sie nur die [lexicon]Kosten der Unterkunft[/lexicon] erhalten, auf sechs Wochen verkürzt werden.


    5. Was ist, wenn ich mit meiner Freundin oder meinem Freund zusammenziehe?


    Wenn Sie in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, bilden Sie auch eine [lexicon]Bedarfsgemeinschaft[/lexicon]. Bei einer eheähnlichen Gemeinschaft geht man von einer auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft zwischen zwei Personen aus, die so eng ist, dass von beiden ein gegenseitiges Einstehen im Bedarfsfall erwarten lässt. Das hat zur Folge, dass neben Ihrem auch das Einkommen und Vermögen des Partners oder der Partnerin berücksichtigt wird. Ist dies nicht der Fall und Sie bilden gemeinsam nur eine Haushaltsgemeinschaft (zum Beispiel eine Wohngemeinschaft), werden beide Personen getrennt betrachtet.


    6. Fördermöglichkeiten


    Mit einer Fördermöglichkeit können Sie den Zeitraum bis zur Aufnahme eines Jobs oder eines Ausbildungsplatzes sinnvoll nutzen. Gleichzeitig erhöhen Sie so Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
    Wenn Sie noch keinen Schulabschluss oder keine abgeschlossene Ausbildung haben, können Sie dies mit uns nachholen. Zum Beispiel mit


    - einem Schulabschluss,
    - einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung,
    - einer berufsvorbereitenden Maßnahme oder
    - einem beruflichen Praktikum mit Zertifikat.


    Es ist von Ihrer individuellen Situation abhängig, welche zusätzlichen finanziellen Hilfen Sie erhalten können. Sprechen Sie mit Ihrem persönlichen Ansprechpartner darüber, ob eine Unterstützung für Bewerbungskosten, Arbeitskleidung, Fahrkosten oder auch die Erstattung von Lehrgangskosten für Sie in Frage kommt. Wenn Sie Ihre Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verbessern müssen, gibt es auch dafür entsprechende Hilfen.


    Mit einer bereits abgeschlossenen Ausbildung kann der Neustart durch


    - eine gezielte berufliche Zusatzqualifikation,
    - eine berufliche Weiterbildung oder
    - Mobilitätshilfen wie zum Beispiel eine Fahrtkostenerstattung oder Arbeitskleidung und -geräte unterstützt werden.


    Die Zeit bis zum Start Ihrer Ausbildung oder Arbeit können Sie auch mit einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung sinnvoll überbrücken. Ihr persönlicher Ansprechpartner vor Ort hilft Ihnen bei allen Fragen gerne weiter.




    Was auch ganz wichtig für euch ist, die Sache mit den Zeitarbeitsfirmen. Oftmals versuchen die SBen, euch in diese reinzuzwängen. Bitte lest euch im Unterforum Zeitarbeitsfirma die Ratgeber durch. Ist sehr wichtig für euch.