Aus Haus rausgeschmissen >_< Termin mit Eltern beim Amt

Es gibt 36 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Ghansafan.

  • Hallo liebes Forum und lieber Helfer,


    da ich aus der Wohnung meiner Eltern rausgeworfen worden bin und seit einiger Zeit bei meinem Bruder wohne, bin ich mit einem Beistand zum [lexicon]Jobcenter[/lexicon]
    gegangen um [lexicon]ALG II[/lexicon] zu beantragen, da ich mittellos bin. Die im [lexicon]Jobcenter[/lexicon] gaben mir eine Nummer einer Beraterin im Hause, die ich anrufen solle bevor ich überhaupt Anspruch auf [lexicon]ALG II[/lexicon] habe. Gesagt getan, die Beraterin am Telefon hat nun ein Treffen mit meinem Vater arrangiert, trotz Widerwillens meines Vaters und von mir auch natürlich, weil kein Sinn darin ist.....


    Alsbald ist der Termin und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Mein Vater will mich nicht mehr in die Wohnung lassen, was ich auch nicht möchte, da er mich hasst und
    wir uns jeden Tag in die Haare kriegen (Gewalt-Auseinandersetzungen)


    Ich weiß, dass die Personen im [lexicon]Jobcenter[/lexicon] sehr gewieft sind und sicherlich versuchen die Worte im Munde zu drehen. Was kann ich machen um denen klipp und klar zu machen, dass
    es keinen Sinn hat bei meinen Eltern zu wohnen, weil 1) Weil's mir eh nicht gestattet wird 2) Durch die permanenten Streitereien ich schon Depressionen habe .... :(

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von syrius007 ()

  • Stelle so schnell wie möglich den Antrag auf [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] und zwar noch im Januar und las dich nicht abwimmeln. Bitte nicht vergessen Empfangsbestätigung am Empfang geben zu lasen. Du bist mittellos und hsat Anspruch egal was bei dem Termin mit deinem Papa rauskommt. Gehe da mit Beistand hin.

  • WEnn du unter 25 bist, darfst du zuhause nicht ausziehen - - aber deine Eltern können dich rauswerfen!!
    Dadurch hast du dann Anspruch auf den vollen [lexicon]Regelsatz[/lexicon] plus [lexicon]KDU[/lexicon] !!


    Also nichzt sagen, das du raus möchtest. Erstmal sehen, ob nicht dein Vater beim Rausschmiss bleibt. Nur wenn er sich vom AMt umstimmen lässt, du aber trotzdem raus willst - - dann kannst versuchen, dass es anerkannt wird, das ein Verbleiben in der Wohnung deiner Eltern unzumutbar ist. Das ist mit Sicherheit dfer schwierigere Weg! Also: nach Möglichkeit sollte dein Vater beim Rausschmiss bleiben!


    Noch was: du warst beim [lexicon]Jobcenter[/lexicon] und hast denen gesagt, das du ALG2 möchtest. Prima, dass du mit Beistand da warst - lt. Gesetz gilt das als Antrag, der deinen Anspruch auf H4 bmit begründet! Dazu isat nicht der Vordruck nötig! Darauf kannst und solltest du bestehen.


    Natürlich trotzdem, genau wie Warcraft geschrieben, gleich den "richtigen" Antrag hinterher! Und weiterhin immer mit Beistand hin gehen!

  • Hi Leute ::),


    vielen Dank, dass ihr immer antwortet. Nein, mein Vater wird definitiv bei seiner Meinung bleiben. Ich glaube an dieser Aussage wird er sich mit absolutem Gewissen nicht umstimmen lassen.
    Sollte ich zum Gespräch einen Beistand ebenfalls mitnehmen?


    Bezüglich dem Antrag auf [lexicon]ALG II[/lexicon]. Da ich ja den Bezirk gewechselt habe und auf ein neues [lexicon]Jobcenter[/lexicon] traf wurde ich damit überrascht, dass man einen Termin zum Antrag für [lexicon]ALG II[/lexicon] zuvor sich geben lasse muss. Ziemlich skuriel, ich war etwas verwirrt, denn laut Gesetzt ist das gesezteswidrig. Den Fehler werde ich natürlich nicht 2 x Mal machen. Ich werde einen ausgefüllten Antrag mitnehmen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von syrius007 ()

  • Nimm den Beistand mit - schaden tut der nie!


    Die werden natürlich mit Engelszungen versuchen, dich bei deinen Eltern zu belassen - das spart denen ne MEnge Geld!!


    Bez. das man erst nen Termin vereinbaren muss: da haste recht! Ist gesetzeswidrig.... So sind se halt....

  • Bei Gewaltauseinandersetzungen mit dem Vater ist es Dir auf keinen Fall zumutbar weiter dort zu wohnen.
    Betone das beim Gespräch, dass er gewalttätig ist - egal ob psychisch oder physisch - nimm Dir auf jeden Fall jemand zum Gespräch mit.


    Du kannst Dir auch Unterstützung beim Jugendamt / Jugendhilfe - Diakonie / Caritas suchen.
    Ich weiss nicht aus welcher Stadt Du kommst, weiss aber, dass es in den meisten Städten auch betreutes Wohnen in einer WG von seiten des Jugendamtes oder anderen Einrichtungen gibt, die gibt es auch für junge Erwachsene. Ist eine gute Lösung, wenn Du zwischenzeitlich schnell unterkommen musst.

    ...ıғ чσυ шαпт вʟσσɔ - чσυ'νε ɢσт ıт !.....[size=8]AC/DC............................................
    [color=transparent]........................................................
    [color=#00BF00]SB-> geh und spiel mit was Giftigem!!!

  • Hallo Syrius,


    hast du denn irgendeine schriftliche Bestätigung vom [lexicon]JC[/lexicon], dass du einen Antrag gestellt hast? Falls das nicht so ist, kannst du norchmal hingehen und einen formlosen Antrag stellen. Ein Exemplar gibst du ab, auf dem zweiten Expemplar lässt du dir den Eingang des Antrags bestätigen (Stempel und Unterschrift eines Mitarbeiters).


    Den Text kannst du nehmen:


    Zum Nachweis der Mitellosigkeit die Kontauszüge zur Vorlage mitnehmen. Du kannst im Antrag deine Kontonummer angeben, oder mit Beistand den Laden nicht belagern, bis sie einen Barvorschuss rausrücken.


    Wenn das nun gar nicht funktioniert, dann den Antrag bei einer anderen Behörde. Z.B. bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung oder einer Krankenkasse abgeben. Die müssen den Antrag nach § 16 SGB I annehmen und weiterleiten. Damit ist erstmal Anspruch auf Geld gesichert.


    Ab diesem Antrag müssen sie handeln, tun sie das nicht, geht's als nächstes zum Gericht - und genau dafür brauchst du die Eingangsbestätigung deines Antrags.


    Du musst nicht darauf warten, bis die sich kümmern möchten. Du kannst mit dem Antrag auf Vorschuss auch gleich sämtliche Antragsunterlagen abgeben und dir auch den Empfang dieser Unterlagen bestätigen lassen. - Ohne Termin.



    Und ja, zum Gespräch mit deinen Eltern solltest du unbedingt einen Beistand mitnehmen. Wenn dir die Familienverhältnisse gesundheitlich zusetzen, kann man das evtl auch durch einen Gutachter bestätigen. Ein offenes Gespräch mit einem Arzt fände ich durchaus angebracht.

  • Bei Gewaltauseinandersetzungen mit dem Vater ist es Dir auf keinen Fall zumutbar weiter dort zu wohnen.
    Betone das beim Gespräch, dass er gewalttätig ist - egal ob psychisch oder physisch - nimm Dir auf jeden Fall jemand zum Gespräch mit.


    Du kannst Dir auch Unterstützung beim Jugendamt / Jugendhilfe - Diakonie / Caritas suchen.
    Ich weiss nicht aus welcher Stadt Du kommst, weiss aber, dass es in den meisten Städten auch betreutes Wohnen in einer WG von seiten des Jugendamtes oder anderen Einrichtungen gibt, die gibt es auch für junge Erwachsene. Ist eine gute Lösung, wenn Du zwischenzeitlich schnell unterkommen musst.

    Dem kann ich nur beipflichten,
    am besten nimm jemand von der Diakonie die betreutes Wohnen für Jugendlich in Deiner Situation anbieten mit,
    das Jugendamt,
    wird sich nicht mehr zuständig fühlen!
    Normal hat die örtliche Diakonie eine extra Beratungstelle,
    für Jugendliche in Deiner Situation!
    Und wenn es bei der Polizei bekannt ist,
    nimm eine Polizisten mit,
    dem Dein Fall bekannt ist als Zeuge! :ranita073 

  • Die Idee mit der Diakonie ist ja gut - -nur sollten wir erstmal fragen, wie er eigentlich ist: U25 kann auch 23 oder 24 heissen ....
    Und da ist betreutes Wohnen für Jugendliche nicht so prall...


    Ausserdem könnte ich mir auch vorstellen, das syrius vielleicht gerne mal selbstständig sein möchte...

  • Die Idee mit der Diakonie ist ja gut - -nur sollten wir erstmal fragen, wie er eigentlich ist: U25 kann auch 23 oder 24 heissen ....
    Und da ist betreutes Wohnen für Jugendliche nicht so prall...


    Ausserdem könnte ich mir auch vorstellen, das syrius vielleicht gerne mal selbstständig sein möchte...


    nunja - ist wahr, allerdings auch wenn man nur 23 oder 24 ist ist betreutes Wohnen ja nicht unbedingt was wirklich `einschränkentes´ sondern etwas zB. vorübergehendes, was durchaus zur Selbständigkeit führt - Zwischenlösung sozusagen - vielleicht nur für ein paar Monate - man ist erst mal `sicher´und hat von dort aus mehr Möglichkeiten die nahe Zukunft in Ruhe in die Reihe zu bekommen

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  • Einen Antrag auf [lexicon]ALG II[/lexicon] kann man auch bei der Polizei oder einer anderen Behörde einreichen, die müssen ihn dann ans [lexicon]JC[/lexicon] weiterreichen.


    [quelle]§ 16 SGB I - Sozialgesetzbuch Erstes Buch - Allgemeiner Teil
    [/quelle]


    @Syrius,


    warst du denn vielleicht schon mal bei einem Arzt wegen der Mißhandlungen? Wenn ja könntest du zu dem Termin ausser einem Beistand auch solche Unterlagen mitnehmen.

  • Soweit wie mir selberaus eigener Erfahrung bekannt ist,
    wird das betreute auch nur soweit gemacht,
    wie der Schützling es selber brauchen wird,
    als Unterstützung,
    sein Leben regeln muss er dann schon alles alleine und Selbständig,
    das läuft ja drauf hinaus,
    ich hatte das auch alles mal freiwillig mir geholt und die die ich hatte die meinten alle zu mir,
    das ich die Psychologin und die Betreuung gar nicht nötig hätte, ?( 
    da ich Selbständig genug schon mit 23 war,
    ich ab aber damals schwere Kindeitserlebnisse noch aufgearbeitet,
    und wenn man erstmal aus einer Problemsituation herauskommt,
    ist dennoch froh über jeder sinnvolle Unterstützung!Heutzutage geht es nichts mehr unter 25 ohne Diakonie betreutes Wohnen oder die Caritas,
    als junger Mensch braucht man zumindestens einen gewissen Halt! :ranita073 

  • Ich bin 23 Jahre alt ;)

    Danke! Werde ich beherzigen ;)

    DIe haben mir schon eine Bestätigung gegeben, dass die Familienverhältnisse nicht gut für mich seien.

  • Ich bin 23 Jahre alt ;)

    Danke! Werde ich beherzigen ;)

    DIe haben mir schon eine Bestätigung gegeben, dass die Familienverhältnisse nicht gut für mich seien.

    Wer hat Dir die Bescheinigung gegeben,
    die Diakonie oder das Jugendamt?
    Es wäre wahrscheinlich dennoch besser ,-
    wenn Dich jemand mir begleiten würde,-
    als Zeuge? ?( 

  • DIe haben mir schon eine Bestätigung gegeben, dass die Familienverhältnisse nicht gut für mich seien.


    Damit bist du eigentlich auf "der sicheren Seite". Voraussichtlich wird das [lexicon]JC[/lexicon] dennoch versuchen, einen Auszug von dir zu verhindern, aber wenn du stur bleibst kann eigentlich nichts passieren!


    Dann wünsch ich dir mal starke Nerven! Es ist ja wohl eh schon ne schwierige und emotional beladenen Zeit für dich - da macht es ein [lexicon]JC[/lexicon] nicht gerade einfacher!


  • Das "nicht" war noch von einem anderen Post übrig. :shh:


    Noch eine Mahnung für dich als jungen [lexicon]JC[/lexicon] Neuling: Hüte deine Unterlagen!


    In JCs haben Papiere die Tendenz auf nimmerwiedersehen zu verschwinden. Deswegen gibst du Originale nur heraus, wenn es unbedingt sein muss (frag vorher ruhig, wenn du dir nicht sicher bist) und du hast von allem und jedem Kopien, so sortiert, dass du sie jederzeit wiederfinden kannst. Du hast auch von allem möglichem Eingangsbestätigungen. Alles, was wirklich wichtig ist, machst du mit denen schriftlich aus. Denn alles was mündlich besprochen wurde, ist schnell vergessen oder war gar nicht so gemeint oder geht doch nicht,...


    Außerdem unterschreibst du nichts ungeprüft. Du wirst schnell lernen, dass man dir alles mögliche erzählt, um an deine Unterschrift zu kommen. Manchmal sogar die Wahrheit.



    Lass dich nicht in lange, fruchtlose Diskussionen verwickeln. Das ist nur furchtbar anstrengend.


    Viel Erfolg!

  • Es wäre gut, wenn du auch erwähnen würdest, dass es schon Vorfälle gab bei denen die Polizei hinzugezogen wurde.


    Eventuelle Gewalttaten konkret erwähnen. Die zeitlichen Abstände auch nennen. Etwas das es ca. jeden zweiten Tag sowas passiert. Blaue Flecken zeigen, wenn die noch da sind.


    Kommt es täglich zum Streit und zu Auseinandersetzungen? Beleidigungen? Das auch erwähnen.


    Du kannst du eventuell sagen, dass dein Vater dich auf eine Art und Weise bevormunden will, die nicht mehr zumutbar ist.

    Mit freundlichen grüßen


    HNO3+3 HCl

  • Hallo @syrius007,


    man hatte Dir doch das Tagesgeld verweigert:


    Was ist daraus geworden ?


    Hattest Du denn den Widerspruch und die [lexicon]EA[/lexicon] eingereicht ?


    Und Unterstützung durch eine Elo Initiative hattest bzw. hast Du die noch ?

  • @Ghansafan.


    Ich möchte kurz darauf eingehen. Ich hab Widerspruch eingelegt und auch eine [lexicon]Einstweilige Anordnung[/lexicon] beantragt. Nun bin ich permanent im
    schriftlichen Verkehr mit dem [lexicon]Sozialgericht[/lexicon]. [lexicon]Jobcenter[/lexicon] behauptet was - ich argumentieren dagegen etc. Zum Glück hab ich meine Unterlagen immer
    ordnungsgemäß aufbewahrt, denn sie haben bis jetzt immer mit ihren Anschuldigungen und den falschen Daten (Plural Datum) nicht ein einziges Mal Recht
    gehabt.
    Die SGBII Initiative hilft mir wo immer es auch nur geht.


    @ All


    Danke für Eure Tipps, leider funktioniert der Bedankenbutton nicht. Deshalb ein Dank von hier aus :thumbup:

  • Hallo @syrius 007,


    prima, dass Dir die Elo Initiative hilft.


    Wir drücken Dir die Daumen, dass Du Dein Geld baldigst bekommst.