Ratgeber: Alles zu 1 Euro Jobs (Mehraufwandsentschädigungen)

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Bethany.

  • Was ist ein 1 Euro Job?


    Es handelt sich um eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung bei einem geeigneten Träger. Die auszuführenden Arbeiten müssen zusätzlich, im öffentlichen Interesse und wettbewerbsneutral sein.
    Eine solche Arbeitsangelegenheit kann zwischen 6 Monaten und 1 Jahr dauern und ggfl, verlängert werden.


    Was wird bezahlt?


    Während der Teilnahme erhält der Teilnehmer als Zuschuss zum Arbeitslosengeld II eine Aufwandsentschädigung.
    Diese kann z.B. 1 Euro pro Stunde betragen oder auch 1,25 Euro, 1,50 Euro und in seltenen Fällen auch 2 Euro die Stunde.
    Die Mehraufwandsentschädigung wird nur für die Zeit der Anwesenheit bezahlt. Erkrankt ein Teilnehmer, wird nichts bezahlt.-
    Bei vielen Jobcentern ist Urlaubnahme Pflicht geworden. Urlaub wird ebenfalls nicht bezahlt. Dieser beträgt 2 Tage pro Monat.


    Die Kranken- und Pflegeversicherung des Teilnehmers ist im Rahmen der Weiterzahlung der Grundsicherung für Arbeitsuchende gewährleistet.
    Die Unfallversicherung hat der Träger sicherzustellen.


    Besteht ein Anspruch auf eine Arbeitsgelegenheit?


    Nein: Auf die Leistung besteht kein Rechtsanspruch. Arbeitsgelegenheiten dürfen nur gewährt werden, wenn sie arbeitsmarktlich zweckmäßig sind und soweit Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.


    Wo wird eine Arbeitsgelegenheit beantragt?


    Die Leistungen sind vor Beginn der Maßnahme beim Jobcenter zu beantragen.


    Wer informiert zu den Förderungsvoraussetzungen?


    Über die Förderungsvoraussetzungen informiert das Jobcenter. Über die Fördervoraussetzungen sowie Ihre Rechte und Pflichten informiert Sie Ihr Fallmanager oder persönlicher Ansprechpartner Ihres Jobcenters.


    Rechtsgrundlage ist das Sozialgesetzbuch Zweites Buch – SGB II - § 16d.


    Achtung: Wer keine MAE freiwillig machen möchte, muss darauf achten, dass er eine Zuweisung bekommt, sollte der SB der Meinung sein, seinem Kunden dennoch eine aufzudrängen.


    Die Zuweisung muss enthalten:


    - Beginn und Dauer der MAE
    - wie viel Aufwandsentschädigung pro Stunde bezahlt wird
    - wer der Träger ist, bei dem die MAE stattfindet
    - wo sich der Arbeitsort befindet (ein Hopping oder mal hier mal da einsetzten darf nicht stattfinden)
    - eine genaue Beschreibung der Tätigkeit
    - an welchen Tagen zu welcher Uhrzeit gearbeitet wird


    Achtung!!!


    Wer einen ihm zugewiesenen Zusatzjob ohne wichtigen Grund nicht aufnimmt oder fortführt oder deren Anbahnung durch sein Verhalten verhindert, der wird nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 31a SGB II sanktioniert, das heißt, die Zahlung des Arbeitslosengeldes II wird in der Höhe um mindestens 30 % gekürzt.


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31.html">http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31.html</a><!-- m -->
    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31a.html">http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31a.html</a><!-- m -->



    Wichtige Links:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsgelegenheit_mit_Mehraufwandsentsch%C3%A4digung">http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsgel ... 3%A4digung</a><!-- m -->


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_25392/Navigation/zentral/Buerger/Arbeit/Ein-Euro-Jobs/Ein-Euro-Jobs-Nav.html">http://www.arbeitsagentur.de/nn_25392/N ... s-Nav.html</a><!-- m -->



    Das hier dringend beachten:


    Sollte es zu Problemen während der MAE Zeit kommen, geht nicht zum [lexicon]Jobcenter[/lexicon] und beklagt euch da, denn die interessiert das nicht und sie suchen nur Wege, um euch zu sanktionieren.
    Brecht niemals die MAE von euch aus ab. Das führt zu Sanktionen
    Vertraut keinem Träger. Oftmals sind sie vor euch freundlich und wetzen doch hinter eurem Rücken die Messer.
    Wenn ihr nicht mehr mitmachen könnt, wollt, aus welchen Gründen auch immer (Mobbing z.B.), dann lasst euch längere Zeit krankschreiben. Das ist der sanktionsfreie Weg, um unbeschadet aus einer MAE zu kommen.
    Erzählt nichts Privates bei einer MAE.
    Arbeitskleidung wenn notwendig muss vom Träger gestellt werden.
    Wenn ihr krank seid, Original der Krankschreibung an Träger, Kopie behaltet ihr für euch und eine Kopie gegen Empfangsbestätigung beim [lexicon]Jobcenter[/lexicon] abgeben.

  • Zur AU


    möchte ich sagen das: - manche Träger die Kopie wollen
    - JOPCENTER bekommt das Original
    - nicht vergessen den großen Schein an die Krankenkasse schicken
    - unbedingt die Fristen einhalten


    Also bitte genau die Vereinbarungen lesen, auch hier lauern Stolpersteine.


    LG Lira

  • (*) (*) (*)


    Wichtig:


    Bevor ihr den 1 Euro Job antretet, achtet drauf, dass sie mit euch die Unfallverhütungsvorschriften durchgehen und euch mitteilen, welche Berufsgenossenschaft und welcher Durchgangsarzt bei Arbeitsunfällen zuständig sind.


    Wenn Ihr einen Arbeitsunfall/Wegeunfall habt:


    Unbedingt als Wegeunfall bzw. Arbeitsunfall dem MAE Träger melden.


    Solltet Ihr euch was brechen oder irgendwelche anderen Kosten für die Behandlung anfallen, so muss die Berufsgenossenschaft diese tragen.


    Aber es ist wirklich wichtig, dass ihr dem Träger den Unfall mitteilt. Am besten schriftlich und Kopie bleibt bei euch.


    Der Arbeits- oder Wegeunfall muss IMMER der zuständigen Berufsgenossenschaft gemeldet werden.


    Dort müssen rein:


    - Uhrzeit + Datum des Wegeunfalls/Arbeitsunfalls
    - Ort wo es geschah
    - evtl. Zeugen
    - Beschreibung, was passiert ist
    - ob es offene Wunden oder Beschwerden bzw. Schmerzen gibt



    Hier noch ein paar Links:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/eurogibetr.html">http://www.labournet.de/diskussion/arbe ... ibetr.html</a><!-- m -->


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ukst.de/index.php?cid=104245000302">http://www.ukst.de/index.php?cid=104245000302</a><!-- m -->




    Hier auch noch was: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sozialleistungen.info/foren/anspruch-und-leistungen/t-arbeitsunfall-beim-1-eur-job-15217.html">http://www.sozialleistungen.info/foren/ ... 15217.html</a><!-- m -->


    Zitat

    Verletztengeld für Bezieher von [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon]


    Die Bezieher von [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] erhalten diese Leistung im Falle von unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit in gleicher Höhe als Vorschuss auf das Verletztengeld weiter. Auszahlender ist der jeweilige Träger der Leistungen nach dem SGB II (Bundesagentur für Arbeit, optierende
    Kommune oder Arbeitsgemeinschaft), der seinerseits einen Erstattungsanspruch gegen den zuständigen Unfallversicherungsträger hat (§ 25 SGB II).
    Sofern Bezieher von [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] einer Beschäftigung nachgehen und auch für die Beschäftigung Arbeitsunfähigkeit besteht, besteht neben dem Anspruch auf Verletztengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes II auch ein Anspruch auf Verletztengeld aus dem Beschäftigungsverhältnis. Handelt es sich um ein krankenversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, ist das
    Verletztengeld insoweit nach der VV Generalauftrag Verletztengeld von der Krankenkasse zu berechnen und auszuzahlen." (Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.vdek.com/versicherte/Leistungen/kranken-verletztengeld/index.htm">http://www.vdek.com/versicherte/Leistun ... /index.htm</a><!-- m -->)


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