Untätiger Anwalt

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Fairina.

  • Hallo,
    vielleicht kann mir jemand helfen.


    Ich habe in einem Rechtsstreit gegen eine Behörde, die einen relativ geringen Betrag von mir fordert, Beratungshilfe in Anspruch genommen und bin dann mit dem Schein zu einem Anwalt gegangen.
    Ich schilderte ihm den Fall und er sagte, das wäre alles kein Problem, die Forderung ist verjährt.
    Er schrieb einen Brief an die betreffende Behörde und wollte den Titel haben und verwies darauf, dass die Rechtsgrundlage klar auf meiner Seite ist.
    Als Antwort kam, dass es keinen Titel gibt (braucht eine Behörde auch nicht) und dass sie eine andere Auffassung der Rechtsgrundlage haben.
    Daraufhin rief ich den Anwalt an und fragte, was er nun zu tun gedenkt. Seine Antwort: Da machen wir gar nichts.


    Resultat: 3 Wochen später bekam ich eine Vorladung zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.
    Ich rief den Anwalt erneut an und sagte ihm, das es langsam Zeit wird etwas zu unternehmen. Er sagte, er kümmere sich darum.
    Der Termin rückte näher und es waren noch 3 Tage bis zur Abgabe der [lexicon]EV[/lexicon] als ich einen Anruf vom Anwalt bekam, ich möge doch bitte schleunigst in seine Kanzlei kommen, da er bemerkt hatte überhaupt keine Vollmacht von mir zu haben, mich anwaltlich zu vertreten.


    Ich hab das dann gemacht und am Tag vor dem Termin rief ich ihn erneut an und fragt was zu tun sei, denn ich wollte auf keinen Fall eine [lexicon]EV[/lexicon] abgeben.
    Er meinte: Tja, die haben sich leider nicht mehr gemeldet und ich müsse nun entweder die [lexicon]EV[/lexicon] abgeben oder halt bar bezahlen.


    Konsequenz für mich:


    • Eidestattliche Versicherung abgegeben
    • Mein Konto, was ich seit 20 Jahren habe, in ein Pfändungsschutzkonto wandeln müssen
    • Schufaeintrag
    • Zuguterletzt stehe ich jetzt anscheinend auch in der öffentlichen Schuldnerliste, so dass ich massiv per Telefon und per Post von diversen unseriösen Schuldnerberatungsstellen belästigt werde.


    Das war vor knapp 4 Monaten, seit dem lässt er sich weder ans Telefon bekommen, noch ruft er mich zurück, obwohl ich mehrmals seine RAgehilfin darum gebeten habe. Fahre ich direkt hin, lässt er sich verleugnen.


    Am liebsten würde ich ihm einen Brief schreiben, in dem ich ihn an seine Anwaltshaftung erinnere und mit der Anwaltskammer drohe und meinen Beratungshilfeschein zurückfordere. Allerdings denke ich, das er darüber nur müde lächeln wird. So wie ich den einschätze, schickt er mir den Schein zurück und verlangt dann für seine 2 Briefe eine gepfefferte Rechnung.
    Am liebsten würde ich den Anwalt auf Schadensersatz verklagen, ich bin mittlerweile wirklich sauer, zumal man die [lexicon]EV[/lexicon] zurücknehmen würde, wenn ich diesen Rechtsstreit gewinnen würde. Das hätte vermutlich jeder Jurastudent im ersten Semester besser hinbekommen.
    Ich verstehe durchaus, dass ich auf seiner Prioritätenliste aufgrund des Beratungshilfeschein nicht ganz oben stehe, da er dadurch wohl nur um die 70 Euro verdient, allerdings bin ich der Meinung, wenn man ein Mandat annimmt, sollte man auch halbwegs vernünftig arbeiten


    Meine Frage: Was mache ich nun am besten?


    Gruß

  • Hallo Domino,


    Herzlich Willkommen im Forum.


    Von einer Bekannten weiß ich, dass sie auch mal so einen untätigen Anwalt hatte.


    Sie hat sich dann auch an die Anwaltskammer gewandt aber ohne dem (ihrem) Anwalt vorher zu warnen oder bescheid zu geben.
    Was da jetzt raus geworden ist kann ich dir leider nicht sagen.


    Vielleicht, oder besser gesagt solltest du diesen Weg dann auch versuchen.


    Vielleicht hilft dir der Link weiter...


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.anwaltzentrale.de/anwaltzentrale/anwaltskammer.php">http://www.anwaltzentrale.de/anwaltzent ... kammer.php</a><!-- m -->

  • Hallo Sperling,
    danke für die Willkommensgrüße. :-) 
    Ich dachte halt, ich gebe ihm noch eine Chance sein Verhalten zu ändern, wenn ich das Wort Anwaltskammer/Anwaltshaftung im Brief erwähne, bevor ich wieder neue Beratungshilfescheine benötige. Denn im Grunde ist das wirklich keine komplizierte Sache.


    Ich weiß wirklich nicht welche Taktik nun am sinnvollsten wäre.
    Danke für deinen Link.


    Gruß

  • Ich habe zum Glück noch nicht so einen untätigen Anwalt erwischt.


    Kann dir nur sagen was ich persönlich machen würde.


    Wenn mir das so passiert wäre, ich würde mich an die Anwaltskammer wenden.


    Ob das nun der vernünftigste Weg wäre, keine Ahnung.


    Bekommst hoffe, denke noch ein paar hilfreichere Antworten.

  • &quot;Domino&quot; schrieb:

    bevor ich wieder neue Beratungshilfescheine benötige.
    Gruß


    Hallo,


    leider hat man pro Verfahren nur Anrecht auf einen Beratungshilfeschein, die kann man also nicht lustig immer neu beantragen, also solltest du es erst einmal noch im Guten mit dem Anwalt versuchen, sonst könnte es schwierig werden.


    Anfrage bei der Anwaltskammer könnte auch nach hinten los gehen, da die sich meist alle kennen.

  • Dafür ist aber die Anwaltskammer da;- um diesen Anwalt an seine Pflichten zu erinnern und nur weil die sich alle kennen,heisst es noch lange nicht das des nach hinten losgehen wird!Ich habe mit der Anwaltskammer bessere Erfahrung gemacht als mit den Anwälten selber die ich bisher hatte!Zudem musste bedenken Du hast nichts zu verlieren ,diese frechen Anwälte haben ihren SOOOGUTEN RUF zu verlieren! :lgh


    Ich bin mittlerweile so gut drauf,-
    das ich auch EX-ANWÄLTE verklagen würde ,wenn diese nicht so spurten ,wie die es VERTRAGLICH festgehalten haben,
    zwischen Dir und Deinem Anwalt besteht ein Beratungsvertrag,
    wenn dieser seinen Pflichten nicht nachkommt,
    hasste auch das RECHT zu PETZEN beim VORGESETZEN!
    :-bd


    Wie gesagt ,
    ich hab Persönlich gute Erfahrung mit der Kammer als OTTONORMRLER OHNE AUSBILDUNG UND OHNE STUDIUM gemacht!
    Mein letzter den ich dort verpetzen musste ,
    konnte es nicht ertragen gegen so eine wie ich auf verlorenen Posten vor Gericht zu sein,
    da ich zu dieser Zeit Protokoll über sein Verhalten mir gegenüber an die Kammer geshickt hatte!
    Sein Anwalt lies nichts aus um mich im Saal zu beleidigen und er lies nichts aus um mich noch hinterher per E-mail zu beleidigen und zu belästigen! :lgh