Rückkehr in die Heimat

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Mali Partizan.

  • Habe mir mal diese Seite ausgesucht, weil ich denke ich bin hier richtig.
    Kurz zu mir, ich habe hier langsam die Schnauze voll, drehe mich im Kreiß und komme nicht weiter.
    Ich trage mich ernsthaft wieder mit dem Gedanken in meine frühre Heimat zurück zu kehren.
    Hier finde ich eh keine anständige Arbeit mehr, die mich ernährt.
    Ich habe noch eine stillgelegte Riesterrente auf der Bank liegen und trage mich mit dem Gedanken, sie mir aus zahlen zu lassen und mein Bündel zu schnüren.
    Es sind ca. 6000€ mein letztes Geld. In meiner Heimat könnte ich damit schon was anfangen.
    Leider bin ich die letzten Jahre nicht mehr dort gewesen, a Bürgerkrieg vor 20 Jahren, b familiere Probleme.
    Hier in Deutschland bin und bleibe ich Ausländer, zuhause bin ich Deutsche. Es ist zum :sick:
    Was soll ich tun, geht das überhaupt, den Vertrag zu kündigen?
    Sorry, bin im Moment gerade so verzweifelt und gefrustet. :evil: 
    Mali Partizan

  • Ich habe noch eine stillgelegte Riesterrente auf der Bank liegen und trage mich mit dem Gedanken, sie mir aus zahlen zu lassen und mein Bündel zu schnüren.
    Es sind ca. 6000€ mein letztes Geld.


    Einer der gravierenden Nachteile der Riesterrente ist: Bei Kündigung müssen sämtliche erhaltenen Förderungen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Du bekommst also nur deine eingezahlten Beiträge nebst Verzinsung abzüglich Kosten (Vermittlerprovision, Verwaltungskosten etc.) ausgezahlt. Dies wird leider erheblich weniger sein als der Betrag der dir jährlich von der Versicherung mitgeteilt wird.
    Du solltest den Auszahlungsbetrag bei Kündigung erst mal bei der Versicherung anfragen bevor du damit irgendetwas planst.

    Information schadet nur dem, der sie nicht hat!

    Sollten sich, wie zuletzt leider oftmals in anderen Threads geschehen, Teammitglieder oder User durch meine Beiträge angegriffen fühlen, oder sogar eine Unterstellung darin vermuten, entschuldige ich mich vorbeugend dafür. Dies war nicht meine Absicht. Prüft bitte, ob eine Falschinterpretation eurerseits vorliegen könnte!

  • So, es hat sich für mich ein sehr finanzielles Angebot auf getan.
    Hätte die Möglichkeit für den Rest des Sommers in Österreich (Wien) in der Gastrobranche zu jobben.
    Ein Landsmann hat mir dieses Angebot gemacht, auch ein Serbe.
    Nun ist die Frage, wie kläre ich das mit dem Jobcenter? :?: 
    Der Job ist auf Aushilfsbasis, juckt mir unheimlich in den Fingern, habe hier eh keine große Wahl.
    In Wien leben auch viel Serben, wir sagen 2 te serbische Hauptstadt.
    Nur was ist jetzt für mich zu beachten?
    Mali Partizan

  • Im Ausland bekommst du kein deutsches [lexicon]ALG II[/lexicon]. Du fällst also aus der Betreuung des deutschen Jobcenters.


    Zu beachten wäre, ob es ausländerrechtliche Aspekte bei der Rückkehr nach Deutschland zu berücksichtigen gibt, also ob durch Fristabläufe erworbene Ansprüche auf deutsche Sozialleistungen wie [lexicon]ALG II[/lexicon] verloren gehen, sprich: Arbeitnehmereigenschaften erst wieder aufgebaut werden müssen.


    Du bist serbischer Staatsbürger? Serbien gehört (noch) nicht zur EU, deshalb musst du prüfen, ob sich daraus für dich bei einer Rückkehr Nachteile ergeben.


    Im übrigen musst du natürlich auch prüfen, welche Überraschungen das Österreichische Recht für dich bereithält.


    Nach einer Rückkehr nach Deutschland will das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] sicherlich wissen, wovon du gelebt hast, du wirst also vermutlich entsprechende Lohnabrechnungen vorweisen müssen.


    Mir wäre es zu gefährlich, zwischen drei Rechtssystemen (Deutschland, Österreich, Serbien) zu wandern und mich mit dem Ausländerrecht herumzuschlagen, vor allem dann, wenn der auswärtige Job sowieso nicht dauerhaft und eher aushilfsmässig ist.


    Meine Beiträge stellen meine persönliche unmassgebliche Meinung dar und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

  • Ich bin deutsche Staatsbürgerin, laut Pass.
    Meine Eltern sind Ende der 50er Jahre schon, als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen.
    Hatte immer gearbeitet, seit Mai letzten Jahres aber in H4 und das macht kein Spaß. Ich bin 50plus und habe hier keine Lust mehr auf meine alten Tage noch ganz zum Sozialfall zu werden.
    Deshalb war dieses Angebot für mich wie ein Strohhalm. Ich dachte nur weg, ist auch jetzt Urlaubszeit.
    Serbien gehört nicht zur EU und das wird meiner Meinung auch so bleiben, hat noch was mit dem Krieg zu tun.
    Okay, ich kläre es noch mal mit meinem Kumpel ab, er meinte sogar, ich sollte gar nichts melden und einfach mit nach Wien kommen.
    Aber das ist mir ein zu heißes Eisen. :mrgreen:
    Ich möchte nicht noch mehr Probleme wie ich sie schon habe.
    Mali Partizan

  • Zitat

    Ich bin deutsche Staatsbürgerin, laut Pass.

    Dann hast du ja keine Probleme, du kannst natürlich eine Arbeit auch im Ausland aufnehmen, nur entfällt dann das [lexicon]ALG II[/lexicon].


    Sollte das allerdings als schwarzer Verdienst angedacht sein, würdest du sehr wahrscheinlich alleine wegen der Ortsabwesenheitsproblematik auffallen.


    Mal ganz davon abgesehen, dass dir Ungemach droht, falls du in Österreich als Schwarzarbeiter aufgegriffen wirst.



    Auch wenn das [lexicon]ALG II[/lexicon] eine eher bescheidene Angelegenheit ist, würde ich es nicht gegen eine dubiose Stelle im Ausland eintauschen.



    Zitat

    Ich bin 50plus und habe hier keine Lust mehr auf meine alten Tage noch ganz zum Sozialfall zu werden.

    Machen wir uns nichts vor: der Arbeitsmarkt hat die Leute 50+ längst abgehakt und wurde darin ja auch in der Vergangenheit von der Politik bestärkt.


    Die Masse dieses Personenkreises wird sich wohl oder übel in [lexicon]ALG II[/lexicon] und [lexicon]Grundsicherung[/lexicon] einrichten müssen, alleine schon deswegen, weil viele einen funktionierenden Krankenversicherungsschutz benötigen.


    Meine Beiträge stellen meine persönliche unmassgebliche Meinung dar und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

  • Danke, erst mal für die Info.
    Ich lass es lieber bleiben, wäre schön gewesen, aber ich kann mir keinen Ausfall meines H4 Geldes erlauben.
    Zu hohe Belastungen, meiner Wohnung und so.
    Das andere, Tolle Aussichten mit 51 Jahren ist der Zug dann abgefahren.
    Prost, Mahlzeit, und dafür hbe ich über 30 Jahre hier in Deutschland gebuckelt. :evil: 
    Hvala lepo,
    Mali Partizan