Minijob Verdienstgrenze angehoben

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von nanne.

  • Nun ist es durch u. beschlossene Sache:


    Zitat

    BERLIN taz | Die Kritiker warnten und schimpften. Aber es half nicht: Der Bundestag beschloss am Donnerstag mit den Stimmen von Union und FDP, die Verdienstgrenze für geringfügige Beschäftigung von bisher 400 Euro ab dem 1. Januar auf 450 Euro im Monat anzuheben


    [quelle]taz.de[/quelle]

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jennifer ()

  • Aus Sicht der Regierenden möglicherweise nach dem Motto:


    Wenn wir schon erfolgreich das normale Lohnniveau drücken,
    wobei uns insbesondere die [lexicon]ZAF[/lexicon] und das in die ZA-Drücken hilft,
    dann sollen die armen Schweine wenigstens 50 Euro mehr dazuverdienen dürfen....
    Obwohl, sie verdienen ja nicht mehr pro Stunde, nein, nein, sie reißen sich einfach noch
    weiter das Hinterteil auf...


    Uns, die Regierenden, kostet es ja nichts, denn die meisten 450-€-Jobber
    lassen sich ja von der RV befreien und haben dann N U L L Ansprüche gegen
    die SV: Kein Alg1, keine (anschließende) KG-Zahlung, keine Renten- und keine PV-Ansprüche...
    und noch nicht einmal Berücksichtigung beim Lohnsteuer-Jahresausgleich.
    - Obwohl ja der AG rund 31 % an SV-Beiträgen und LSt abführt: Keinerlei Ansprüche für den Arbeitenden.


    Und die Elos mit 450-€-Job ?? - Ach, was soll's, wird doch auf Alg2 angerechnet,
    kostet uns also im Prinzip gar nichts extra, trotzdem bekommen wir durch die 31 % aus jetzt € 450,00
    entsprechend mehr.


    ERGEBNIS: Alleiniger Profiteur ist der Staat mit seinem SV-Zweigen.

  • Genau was solls . Ist doch eigentlich praktisch für die die einen 400 euro Nebenjob haben die dürfen nu 50 euro mehr einstecken . Der Harzi muß ja von den 50 Euro mehr eh 40 abgeben . Unterm Strich ist die Hürde für eine soz pfl. Beschäftigung damit höher gelegt worden . Wie ist denn nu der Stand - entscheident war doch die Zahl der Arbeitsstunden ?

    :idea: Erfahrungen sind ne nützliche Sache.Leider macht man sie meistens erst kurz nachdem man sie brauchte. ?(

  • Die Zahl der Arbeitsstunden spielt schon seit mehreren Jahre keine Rolle mehr.
    Ausschlaggebend ist allein der Monatsverdienst von grundsätzlich bis zu € 400,00.


    Mehr zu den neuen 450-€-Jobs gibt es hier:


    Ja, und mit der Hürde zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis hast du ganz recht;
    die wird hochgelegt auf € 450,01 pro Monat.

  • Die Zahl der Arbeitsstunden spielt schon seit mehreren Jahre keine Rolle mehr.

    Richtig. Das ist der einzige Satz der relevant ist. Man kann auch bei einem 40 oder 60 Stunden Job nur 400 Euro verdienen. Oder eben jetzt 450. Und nirgendwo steht, dass der AG 450 Euro zahlen muss. Er kann auch nur 200 zahlen. oder nur 50. Gibt Leute die machen das. Auslieferungsfahrer z. B. Und machen sie es nicht, werden sie sanktioniert.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von evelyn62 ()

  • Das Problem, das ich mit den Minijobs habe ist neben den fehlenden Beiträgen zur Sozialversicherung einfach ide Tatsache, dass in dem Bereich nur die wenigsten zu ihren eigentlich ganz normalen REchten kommen - die werden in der Praxis einfach ignoriert. Als da wären:vor alem Lohnfortzahlung im Kranheitsfall und Urlaub. Und natürlich der Kündigungsschutz.


    NAtürlich hat auch einer, der für 300 oder 400 € arbeitet 'Anspruch auf bezahlten Urlaub - aber in sehr vielen Fällen wird der nicht gewährt - Abrechnung über Stunden und aus ...

  • Da ist immer der feine Unterschied was im Arbeitsvertrag steht .Bist du Aushilfe und wirst unregelmäßig angerufen dann siehts schlecht aus mit dem urlaub , haste einen festen Stundensatz pro Monat wird der AG es schwer haben den Urlaub abzustreiten ... soweit ich weiß sind ja vier wochen im Jahr Mindesturlaubsanspruch.
    Aber solange der wink mit dem Arbeitsplatzverlust erlaubt ist und die Leute unter Druck gesetzt werden oder sich so fühlen wird halt schon mal aufs Recht verzichtet .Genau wie die Arbeitsstunden die kostenlos geleistet werden .
    Solche Unternehmen die im Monat schon mal 50 Überstunden vergessen , gehören einfach zur Rechenschaft gezogen.

    :idea: Erfahrungen sind ne nützliche Sache.Leider macht man sie meistens erst kurz nachdem man sie brauchte. ?(

  • Aber solange der wink mit dem Arbeitsplatzverlust erlaubt ist und die Leute unter Druck gesetzt werden oder sich so fühlen ...



    Das ist der Punkt! Auc die unregelmäßig beschäftigte Aushilfe (mal abgesehen von solchen, die manchen Monat nur 3 - 5 Stunden oder so tätig sind, haben Anspruch auf Urlaub und Lohn im Krankheitsfall - aber wer setzt das durch und arbeitet länger als bis zum ersten Urlaub/der ersten Krankmeldung?


    DEr, der an den Minijobs wirklich und auch noch gut verdient, ist der Unternehmer - der Verlierer ist der AN - und alle, die auf nen vernünftigen, sozialversicherten Job warten!

  • Aus Alg2-Bezug gerettet mit einem Job über 401€, Midijob. Firma lagert diesen Job in Zweitfirma aus, der Lohn singt um mehr als 30%. Die 401€-Grenze ist damit noch erhalten. Nun kommt diese Erhöhung auf 450€, die Grenze zum sozialversicherungspflichtigen Job wird nicht mehr erreicht.
    Passiert uns jetzt. Bisher konnten wir uns mit dem Job vor Hartz4 schützen, dann nicht mehr. Wir müssen Alg1 beantragen und zusätzlich aufstocken.


    Unsere Laune ist im Keller, wir habe eine verdammte Wut! Hey, wir haben keine Lust mehr uns abzumühen, nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein.

    „Das Geld geht durch das Haus des Armen, wie der Wind durch eine verfallene Hütte weht.“


    Vietnamesisches Sprichwort

  • nanne - Gute Nachricht:


    Zitat: "
    Entgelt 2013 zwischen 400,01 und 450,00 EUR
    Dieser Personenkreis fällt bislang unter die Gleitzonenregelung in der
    aktuellen Fassung. Trotz der neuen Minijob-Grenze bis 450,00 EUR bleiben
    diese Arbeitnehmer, die am 31.12.2012 bereits kranken- pflege-, renten-
    und arbeitslosenversicherungspflichtig sind, längstens bis zum
    31.12.2014 weiterhin versicherungspflichtig zu diesen
    Versicherungszweigen. Im Rahmen der Übergangsreglung ist die bis
    31.12.2012 geltende Gleitzonenformel weiter anzuwenden."


    Quelle:
    :)

  • Dann bleibt noch ein wenig Zeit, ändert aber auf Dauer nichts an dem Unglück.

    „Das Geld geht durch das Haus des Armen, wie der Wind durch eine verfallene Hütte weht.“


    Vietnamesisches Sprichwort